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Der Stifter

Fritz Bender, geboren am 30. Oktober 1907 in Heidelberg, war Baumeister und Stukkateur. Er verlegte 1936 sein Unternehmen von Heidelberg nach München. Der erste Firmensitz war am Rindermarkt, 1942 baute er den Betrieb in der Schleißheimer Str. 371 auf. Ende der 50-er Jahre wurde die neben dem betrieblichen Anwesen erstellte Barackenstadt Bender in der Schleißheimer Straße abgebrochen und durch neue massive Wohnheime für Bauhandwerker mit ca. 1000 Bettplätzen, eine Kantine, einen Supermarkt und Kegelbahnen ersetzt, ein weit über Bayern hinaus beachtetes soziales Projekt eines mittelständischen bayerischen Unternehmens.

Fritz Bender war ein Handwerker der alten Schule, der seine Arbeit von der Pike auf gelernt hatte und Zeit seines ganzen Lebens Handwerker geblieben ist, weil er von seiner Arbeit begeistert war und das Material liebte.
Nach dem 2. Weltkrieg war Fritz Bender maßgeblich am Wiederaufbau Münchens und an der Wiederherstellung charakteristischer bayerischer Baudenkmäler beteiligt. Der Wiederaufbau der dringend benötigten Wohnungen war Fritz Bender ein großes Anliegen. Der Wohnungsbau in Bayern erhielt durch die von ihm maßgeblich entwickelte rationelle Bauweise (Großflächenverschalung und Herstellung von Fertigmörtel) und durch seine Methode der Aufbereitung von Trümmerschutt in Ziegelsplitt und Sand wesentliche Impulse.
Aufgrund seiner hohen fachlichen Qualifikation holte man ihn auch für Wiederaufbauten von Immobilienobjekten im Rheinland, der Villa Hammer-Schmidt, der Villa Kastanien sowie der Rosenburg in Godesberg.
Außerdem baute Fritz Bender die total zerstörte Schlosskirche in Mannheim wieder auf.

Für seine Lebensleistung erhielt Fritz Bender am 25.06.1982 vom damaligen bayerischen Ministerpräsidenten, Franz Josef Strauß, den bayerischen Verdienstorden.

Neben seiner berufliche Tätigkeit begeisterte sich Herr Bender vor allem für die klassische Musik; gerne trug er Kunstlieder von Schubert, Schumann und Richard Strauß oder auch Gedichte und Couplets vor.

Vor seinem Tode am 28. März 1986 errichtete er die nach ihm benannte Stiftung, in die er sein gesamtes Vermögen einbrachte. Seine Stiftung sollte sich folgenden drei Zwecken widmen:

  1. An erster Stelle steht die Förderung der medizinischen Forschung bezüglich Erkrankungen des Immunsystems.
  2. Ferner verleiht die Fritz-Bender-Stiftung auf Anordnung des Stifters alljährlich einen Baupreis zur Auszeichnung für besondere Leistungen auf dem Gebiet des biologischen Bauens. 
  3. Seine persönliche Sorge galt auch seinen Berufsgenossen. Bedürftige Bauhandwerker und ihre Familien können bei Erkrankung finanziell unterstützt werden.

Die Fritz–Bender-Stiftung fühlt sich ausschließlich dem Geiste des Stifters verpflichtet. Die Errichtung der Stiftung war die letzte gute Tat des Fritz Bender, mit der er –wie zu Lebzeiten- zu Gunsten der Allgemeinheit wirkte.